In liebevoller Erinnerung
4 Einträge · in Erinnerung an Willhelm Alfred Kortmann
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In Gedanken bei euch
Franz Huber
28. August 2026"Ich möchte Euch mein herzliches Beileid aussprechen."
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Nachruf
Für unseren Vater. Wenn ich an meinen Vater denke, sehe ich zuerst seine Hände. Kräftige Hände, immer ein wenig ölig an den Fingerkuppen, und immer beschäftigt. Wilhelm Kortmann, für uns einfach Papa, für seine Kollegen „Willi", ist am 24. August 2026 im Städtischen Klinikum Braunschweig gestorben. Er wurde 83 Jahre alt. Geboren wurde er am 12. März 1943 in Wolfenbüttel, mitten im Krieg, als jüngstes von drei Kindern. Er hat selten davon erzählt. Was er erzählte, waren die Jahre danach: wie er als Junge Fahrräder aus Schrottteilen zusammenbaute und dafür von den Nachbarn ein Butterbrot bekam. Vielleicht war damals schon entschieden, was aus ihm werden würde. Nach der Lehre ging er zu einem Braunschweiger Maschinenbaubetrieb und blieb dort vierzig Jahre. Techniker, später Schichtverantwortlicher. Er war stolz darauf, dass die Anlagen liefen, wenn er Dienst hatte, und er war stolz auf seine Lehrlinge. Noch Jahre nach seiner Pensionierung 2006 kamen Männer auf ihn zu, die er ausgebildet hatte, und er wusste jedes Mal ihren Namen. 1968 heiratete er unsere Mutter Renate. Achtundfünfzig Jahre, in denen die beiden fast nie laut wurden und trotzdem immer klar war, wer im Haus was zu sagen hatte. Sie zogen an den Kastanienweg, bekamen meinen Bruder Michael und mich, bauten den Garten an, in dem später vier Enkelkinder ihre ersten Schritte machten. Er war kein Mann großer Worte. Wenn wir Kummer hatten, sagte er nicht viel — aber am nächsten Morgen stand das reparierte Rad in der Einfahrt, oder er fragte beiläufig, ob wir mit zum Baumarkt kämen. So sah bei ihm Trost aus. Meine Kinder haben von ihm gelernt, wie man einen Reifen flickt, eine Kette spannt und wie lange man wartet, bevor man eine Schraube mit Gewalt löst — nämlich immer noch ein bisschen länger. Sonntags gehörte ihm der Garten. Kaffee, Radio auf dem Fensterbrett, die Rosen, die er von seinem Vater übernommen hatte. Im Sommer saß er dort bis in den Abend, und wer vorbeikam, wurde eingeladen, sich dazuzusetzen. Viele sind gekommen. Die letzten Jahre wurden mühsamer, das Gehen fiel ihm schwer, aber er hat wenig geklagt. Als es zu Ende ging, war er nicht allein. Unsere Mutter war bei ihm, und er ist ruhig eingeschlafen. Wir vermissen ihn. Wir vermissen die Ruhe, die er in jeden Raum mitbrachte, und die Gewissheit, dass er es hinbekommt, was immer es war. Die Trauerfeier findet am 3. September 2026 um 13:00 Uhr in der Kapelle des Hauptfriedhofs Braunschweig statt. Anschließend legen wir ihn in das Familiengrab, in dem schon seine Eltern liegen. Auf seinen Wunsch hin wird das „Ave Maria" gespielt. Statt Blumen bitten wir um eine Spende an die Palliativstation des Städtischen Klinikums. In Liebe — Renate, Andrea, Michael und die Enkelkinder
Ein Leben
Geburt
1943
12. März 1943
Verstorben
2026
24. August 2026
Hauptfriedhof Braunschweig